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Buchtipps Archiv 2011


Dezember 2011

Als ich vom Himmel vielAls ich vom Himmel fiel
von Juliane Koepke

Wie mir der Dschungel mein Leben zurückgab

*294 Seiten

Das Buch erzählt die wahre, berührende Lebensgeschichte einer Frau, die einen Flugzeugabsturz am Hl. Abend 1971 über dem peruanischen Regenwald als einzige überlebt. Zugleich ist es ein Aufruf an die Menschen mit der Natur sorgsam umzugehen.


November 2011

BrücknerDie Poenichen-Trilogie
von Christine Brückner

Jauche und Levkojen
Nirgendwo ist Poenichen
Die Quints

*947 Seiten

Dies ist eine bemerkenswerte Familiengeschichte in 3 Teilen, die einen großen Bogen von 1918 bis in die 1980er Jahre spannt. Maximiliane von Quint aus Pommern wächst als Naturkind bei ihren Großeltern am Gutshof Poenichen auf. Sie heiratet einen Nationalsozialisten, der ihrer Familie während der Diktatur Hitlers Schutz bietet. Sie flieht  allein mit  fünf Kindern in den Westen und zieht diese als Kriegerswitwe aus eigener Kraft groß. Doch sie selbst kann sich nie mehr richtig zu Hause fühlen.


Oktober 2011

Happy FamilyHappy Family
von David Safier

*314 Seiten

David Safiers neuer Roman - alles andere als unglücklich!
Sondern höchst vergnüglich und sehr amüsant.
Und wir wissen ja alle: Lachen macht happy!

Eine verflucht nette Familie

Familie Wünschmann ist nicht happy. Mama Emmas Buchladen geht pleite, Papa Frank ist völlig überarbeitet, die pubertierende Fee bleibt sitzen, und Sohnemann Max wird von dem Mädchen, das er liebt, ins Schulklo getunkt. Zu allem Überfluss werden die Wünschmanns nach einem Kostümfest auch noch von einer Hexe verzaubert: Plötzlich sind sie Vampir, Frankensteins Monster, Mumie und Werwolf.

Gemeinsam jagen die frischgebackenen Monster um den halben Erdball, der Hexe hinterher, damit diese den Fluch wieder rückgängig macht. Dabei treffen sie auf jede Menge echte Ungeheuer: Vampire, Riesenechsen und schwäbische Pauschaltouristen. Sogar auf Dracula höchstpersönlich, der mit seinem unwiderstehlichen Charme Mama Emma verführen will. Tja, niemand hat behauptet, dass es einfach ist, als Familie das Glück zu finden.


September 2011  

SchutzpatronSchutzpatron
Kluftingers neuer Fall
von Volker Klüpfel / Michael Kobr

*388 Seiten

Endlich kehrt der prachtvolle Burgschatz mit der Reliquie von St. Magnus, dem Schutzpatron des Allgäus, nach Altusried zurück. Vor Jahrzehnten wurde unter der Burgruine Kalden der sagenhafte Schatz gefunden und ging auf weltweite Ausstellungsreise. Nun muss Kluftinger an einer Arbeitsgruppe teilnehmen, die eigens für die Sicherung der Kostbarkeiten gegründet wurde. Prima! Dabei hat er doch ganz andere Probleme: Er hat den Mord an einer alten Frau aufzuklären, der zunächst als natürlicher Tod eingestuft wurde. Oder hat das eine gar mit dem anderen zu tun? Kluftingers Nachforschungen werden dadurch erheblich erschwert, dass sein Auto gestohlen wird, was er aus Scham allerdings allen verschweigt – den Kollegen und sogar seiner Frau Erika. Das bringt ihn mehr als einmal in Bedrängnis. Vor allem natürlich, wenn Dr. Langhammer mit von der Partie ist ...

 

Ebenfalls neu in der Bücherei:
Die vier weiteren Kluftingerkrimis im Taschenbuchformat
(Kluftingers 1. bis 4. Fall)


August 2011  

EngelEngel des Vergessens
von Maja Haderlap

*287 Seiten

Maja Haderlap hat den BACHMANNPREIS 2011 gewonnen. Sie erzählt in ihrem ersten Roman die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich eines Volkes.

 

 

Ein großes Romandebüt, das von einem Leben in der Mitte Europas erzählt; mit kraftvoller Poesie; Geschichten, die uns im Innersten betreffen. Maja Haderlap gelingt etwas, das man gemeinhin heutzutage für gar nicht mehr möglich hält: Sie erzählt die Geschichte eines Mädchens, einer Familie und zugleich die Geschichte eines Volkes. Erinnert wird einezu fällen, zu jagen oder Pilze zu sammeln". Es hieß, sich zu verstecken, zu flüchten, sich den Partisanen anzuschließen und Widerstand zu leisten. Wem die Flucht nicht gelang, dem drohten Verhaftung, Tod, Konzentrationslager. Die Erinnerungen daran gehören für die Menschen so selbstverständlich zum Leben wie Gott. Erst nach und nach lernt das Kindheit in den Kärntner Bergen. Überaus sinnlich beschwört die Autorin die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und die Eigenarten der Nachbarn. Erzählt wird von dem täglichen Versuch eines heranwachsenden Mädchens, ihre Familie und die Menschen in ihrer Umgebung zu verstehen. Zwar ist der Krieg vorbei, aber in den Köpfen der slowenischen Minderheit, zu der die Familie gehört, ist er noch allgegenwärtig. In den Wald zu gehen hieß eben "nicht nur Bäume Mädchen, die Bruchstücke und Überreste der Vergangenheit in einen Zusammenhang zu bringen und aus der Selbstverständlichkeit zu reißen und schließlich als (kritische) junge Frau eine Sprache dafür zu finden. Eindringlich, poetisch, mit einer bezaubernden Unmittelbarkeit. Maja Haderlap hat eine gewaltige Geschichte geschrieben... Die Großmutter wie noch keine, der arme bittere Vater wie noch keiner, die Toten wie noch nie, ein Kind wie noch keines.


Juli 2011

Jeden Tag, jede StundeJeden Tag, jede Stunde
von Natasa Dragnic

*278 Seiten

Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, zugleich zeitlos und modern, spielt in Kroatien und Paris, mitreißend und voll Temperament erzählt.

Sechzehn Jahre haben Dora und Luka sich nicht mehr gesehen, obwohl sie einmal unzertrennlich waren: Wunderschöne Sommertage verbrachten sie als Kinder miteinander, am Felsenstrand des kleinen kroatischen Fischerdorfes, in dem sie aufwuchsen. Doch dann zogen Doras Eltern nach Frankreich, und Luka blieb allein zurück. Als Mittzwanziger treffen sie sich nun überraschend in Paris wieder, und es ist klar: Sie gehören einfach zusammen. Drei glückliche Monate folgen, aus denen ein gemeinsames Leben werden soll; nur kurz will Luka in die Heimat zurück, um ein paar Dinge in Ordnung zu bringen – und dann meldet er sich nicht mehr. Jeden Tag, jede Stunde ist eine jener außergewöhnlichen Liebesgeschichten, die zugleich zeitlos und modern sind: zeitlos in ihrem Glauben an die Vorbestimmtheit, mit der zwei Menschen ein Schicksal teilen, und modern in ihrem Wissen, dass das Leben sich als viel schwieriger erweist. Ein Liebesroman, wie er sein sollte: poetisch, von großer emotionaler Strahlkraft, mitreißend erzählt.


Juni 2011

DampfnudelbluesDampfnudelblues: Ein Provinzkrmi
von Rita Falk

*253 Seiten

›Stirb, du Sau!‹, prangt es in roter Farbe von Höpfls Haus.

Der Dienststellenleiter von der PI Landshut ruft an:
Realschulrektor Höpfl ist nicht zum Unterricht erschienen.

Ich soll da jetzt mal hinfahren und nachsehen. ›Stirb, du Sau!‹, schießt es mir durch den Kopf. Und ich ahne nix Gutes.


Mai 2011

Sommer wie WinterSommer wie Winter
von Judith W. Taschler
* 199 Seiten

Ein dramatischer Autounfall, bei dem die Geschwister Manu und Alexander schwer verletzt werden, bietet für sechs Familienmitglieder den Anlass, sich mit ihrer Vergangenheit und den traumatisierenden Ereignissen der letzten Monate vor dem Unglück auseinanderzusetzen. Geschehnisse, die beinahe fünfzehn Jahre zurückliegen, kommen ans Tageslicht, woran die Familie zu zerbrechen droht. Mit vier Geschwistern wächst Alexander Sommer als Pflegekind in einem Tiroler Fremdenverkehrsort auf. Der Tourismus boomt, viele Bauernfamilien stellen ihre Höfe auf die Gäste ein, bauen Zimmer aus, errichten Speisesäle. Alexanders Kindheit ist erlebnisreich, aber lieblos; das Leben der Töchter und Söhne ist geprägt von viel Arbeit auf dem Hof, der allgegenwärtigen Kirche, dem Gehorsam den strengen Eltern gegenüber, aber auch von den Gästen, die Familienanschluss suchen. Alexander glaubt, seine leibliche Mutter sei bei einem Autounfall gestorben, bis er im Alter von fünfzehn Jahren auf Hinweise stößt, dass sie ausgewandert sein könnte und ihn zurückgelassen hat. Die Fantasien über die Mutter und ihr Verschwinden werden zu einer jahrelangen Obsession. Kaum ist Alexander volljährig, macht er sich auf die Suche und entdeckt dabei Dinge, die für ihn und seine Pflegefamilie alles verändern Aus den wechselnden Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder entsteht in Judith W. Taschlers Debütroman wie in einem Puzzle ein packendes Drama eines jungen Mannes auf der Suche nach seiner Herkunft und damit seiner Identität vor der Kulisse einer brüchigen Idylle des Landlebens.


April 2011

ExilDer alte König in seinem Exil
von Geiger, Arno
* 192 Seiten

In seinem Buch "Der alte König in seinem Exil" (Hanser Verlag) setzt sich Arno Geiger mit der Demenzkrankheit seines Vaters auseinander. Er schreibt von seinen Erfahrungen mit der Krankheit, die nicht nur den Vater, sondern die ganze Familie verändert. Das Interesse an dem Buch ist enorm, derzeit führt es auch viele Bestsellerlisten an.


März 2011

RegenmädchenDas Regenmädchen
von Kreslehner, Gabi
* 295 Seiten

Eine regennasse Fahrbahn. Ein grauer Morgen. Noch wenig Verkehr. Dann – eine junge Frau im Nebel, ein Auto, ein Zusammenstoß. Marie im Glitzerkleid liegt am Straßenrand, verstorben an ihrem Traum Richtung Berlin.

Die Kommissare Franza Oberwieser und Felix Herz kommen an die Autobahn, stellen Ungereimtheiten fest, Merkwürdigkeiten. Kein Unfall. Mord!

Sie beginnen zu ermitteln und tauchen ein in eine Vergangenheit, die Schlimmes offenbart und die auch Franzas Leben in Frage stellen wird.


Februar 2011  

Der WinterschmiedDer Winterschmied
von Pratchett, Terry
* 379 Seiten

Tiffany Weh ist eine Hexe in Ausbildung und im besten Teenageralter. Da sie sich ungern etwas verbieten lässt, schon gar nicht das Tanzen, kann sie sich auch bei der Feier, die den Übergang vom Sommer zum Winter markiert, nicht zurückhalten. Und so passiert das Unvermeidliche – der Winterschmied selbst, Herr über Eis und Schnee, wird auf Tiffany aufmerksam und verliebt sich in sie. Von Stund an überschüttet er sie mit Schneeflocken, und Tiffany muss sich schnell etwas einfallen lassen, wenn es jemals wieder Frühling werden soll auf der Scheibenwelt …


Jänner 2011  

Veitels TraumVeitels Traum

von Andreas Weber

* 1. Auflage (August 2010)
* ISBN: 978-3854526650
* Seitenzahl: 190
* Sprache(n): Deutsch
* Erschienen bei: Picus Verlag
 

Kurzbeschreibung
Tobias Veitel wächst als Sohn eines Dorfgendarmen in einer Provinzstadt der beginnenden achtziger Jahre auf. Alles scheint seine Ordnung zu haben – bis eines Tages Tobias’ Vater mit einem Loch im Kopf auf dem Parkplatz eines Nachtclubs gefunden wird. Diese dramatische Wendung ändert auch das Leben des Achtzehnjährigen von Grund auf, wobei sich bald herausstellt, dass sein Vater nicht an dem Schuss in den Kopf, sondern im Bett seiner Geliebten an einem Herzinfarkt verstorben ist. Nach und nach offenbart sich Tobias die Wahrheit, die ihn nicht nur mit der Geliebten seines Vaters, sondern auch mit einer Rotlichtaffäre konfrontiert. Schrittweise nähert er sich so auch seinem toten Vater, dem schreibenden Dorfpolizisten, und seinen Gedichten – und damit auch dessen Sehnsüchten und Träumen. Dass er sich gleichzeitig seiner eigenen Bestimmung stellt, dem Schreiben und dem künftigen Leben als Schriftsteller, wird ihm selbst erst spät klar …

Andreas Weber erzählt schwungvoll und mit großer Leichtigkeit vom Erwachsenwerden eines jungen Mannes, der unbefangen in sein Leben schreitet – und schildert wie nebenbei einen skurrilen Kriminalfall rund um polizeiliche Korruption, dessen Auflösung nicht nur für Tobias überraschend kommt.

Der Verlag über das Buch
Andreas Webers neuer Roman im Kleinstadtmilieu der achtziger Jahre ist gleichermaßen packender Krimi, Liebesgeschichte und Entwicklungsroman.

Über den Autor
Andreas Weber, geboren 1961, studierte Germanistik und Geschichte, danach Lehrer und Journalist, seit 1998 freier Schriftsteller, Herausgeber und Filmemacher. Zahlreiche Veröffentlichungen, darunter der Roman »Lanz« (2004), zuletzt erschien im Picus Verlag der Erzählband »So nicht!«. Filme über Fritz Habeck, Hermann Gail und Mario Kempes.