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Buchtipps Archiv 2016


November | Dezember 2016

Lügen Sie, ich werde Ihnen glaubenLÜGEN SIE, ICH WERDE IHNEN GLAUBEN
von Anne-Laure Bondoux, Jean-Claude Mourlevat
284 Seiten

Als der berühmte Schriftsteller Pierre-Marie Sotto ein dickes Kuvert in seinem Briefkasten findet, hat er, im Glauben, es handle sich um ein Manuskript, zunächst nur eines im Sinn: zurück damit an die Absenderin! Doch anstatt Adeline, „groß, brünett, dick“ (wie sie sich selbst beschreibt), und ihre mysteriöse Sendung so schnell wie möglich wieder loszuwerden, kommen sich die beiden – per E-Mail – schon bald so nahe, dass einer ohne die Nachrichten des anderen nicht mehr sein kann. Bis das ominöse Paket seine Überraschung preisgibt ...

Eine Liebesgeschichte der besonderen Art, ein E-Mail-Roman voller Witz und Eleganz – beste Unterhaltung aus Frankreich!


September | Oktober 2016

Der TrickDER TRICK
von Emanuel Bergmann
400 Seiten

Einst war er der »Große Zabbatini«, der 1939 in Berlin als Bühnenzauberer Erfolge feierte, heute ist er ein mürrischer alter Mann in Los Angeles, der den Glauben an die Magie des Lebens verloren hat. Bis ihn ein kleiner Junge aufsucht, der mit Zauberei die Scheidung  seiner Eltern verhindern will.

Eine wundervolle, zauberhafte Geschichte. Sehr unterhaltsam und trotzdem berührend.

BergmannZum Autor:
Emanuel Bergmann, geboren 1972 in Saarbrücken, ging nach dem Abitur nach Los Angeles, um dort Film und Journalismus zu studieren. Er war viele Jahre lang für verschiedene Filmstudios, Produktionsfirmen und Verlage in den USA und Deutschland tätig.Derzeit unterrichtet er Deutsch, übersetzt Bücher und schreibt Artikel für diverse deutsche Medien. ›Der Trick‹ ist sein erster Roman.


Juli | August 2016

DER JAPANISCHE LIEBHABER
von Isabel Allende
336 Seiten

Für Irina ist der neue Job ein Glücksfall. Die junge Frau soll für die Millionärin Alma Belasco als Assistentin arbeiten. Mit einem Schlag ist sie nicht nur ihre Geldsorgen los, sondern gewinnt auch eine Freundin, wie sie noch keine hatte: extravagant, überbordend, mitreißend und an die achtzig. Doch bald spürt sie, dass Alma verwundet ist. Eine Wunde, die nur vergessen scheint, wenn eines der edlen Kuverts im Postfach liegt. Aber wer schreibt Woche um Woche diese Liebesbriefe? Und von wem stammen all die Blumen? Auch um sich von den eigenen Lebenssorgen abzulenken, folgt Irina den Spuren, und es beginnt eine abenteuerliche Reise bis weit in die Vergangenheit.
Isabel Allende erzählt von Freundschaft und der unentrinnbaren Kraft einer lebenslangen Liebe. Davon, wie Zeit und Zwänge über eine solche Liebe hinweggehen und sie verwandeln, in Verbundenheit, Wehmut und ein leises Staunen – darüber, schon so lange gemeinsam unterwegs zu sein.
 

Zur Autorin:
Der vielleicht wichtigste von zahlreichen Preisen in Isabel Allendes Karriere ist der ihr 2010 verliehene "Nationale Literaturpreis" Chiles, den vor ihr erst drei Frauen erhalten haben. Isabel Allende, geboren 1942 in Lima, Peru, lebt heute in zweiter Ehe in Kalifornien. Sie war als Journalistin und Moderatorin tätig, heiratete früh und bekam zwei Kinder. Nachdem der mit ihr verwandte chilenische Präsident Salvador Allende bei einem Militärputsch 1973 ums Leben gekommen war, ging sie 1975 ins Exil nach Venezuela. 1982 wurde gleich ihr erster Roman "Das Geisterhaus" ein großer Erfolg. Von ihren weiteren Büchern bewegt besonders der 1992 erschienene Roman "Paula": Ihn schrieb Allende am Krankenbett ihrer sterbenden Tochter.


Mai | Juni 2016

Vom Ende der EinsamkeitVOM ENDE DER EINSAMKEIT
von Benedict Wells
368 Seiten

»Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.«

Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein.

Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte.

Benedict WellsZum Autor:
Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Im Alter von sechs Jahren begann seine Reise durch drei bayerische Internate. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Nebenjobs. Sein vielbeachtetes Debüt ›Becks letzter Sommer‹ erschien 2008, wurde mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet und 2015 fürs Kino verfilmt. Sein dritter Roman ›Fast genial‹ stand monatelang auf der Bestsellerliste. Nach Jahren in Barcelona lebt Benedict Wells inzwischen wieder in Berlin.

 


März | April 2016

SpaltkopfSpaltkopf
von Julya Rabinowich
202 Seiten

Mischka wurde in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, in einer russisch-jüdischen Großfamilie geboren. Als sie sieben Jahre alt ist, erzählen ihr ihre Eltern, dass sie Urlaub in Litauen machen. Doch das Flugzeug landet in Wien. Mischka muss sich, gespalten zwischen den Mythen ihrer Kindheit und den Verheißungen des Westens, im Exil einen eigenen Weg suchen. Rabinowich überzeugt nicht nur durch ihren Sinn für Komik, sondern auch mit ihrem eigenständigen Stil: Nüchtern und überzeichnend zugleich beschreibt sie das Vakuum zwischen den Kulturen, in das einen die Emigration zu treiben vermag.
 

 

HerznovelleHerznovelle
von Julya Rabinowich
160 Seiten

Eine Frau wird von ihrem Mann ins Krankenhaus gebracht, zu einer Herzoperation. Die beiden wirken wie Schlafwandler, keiner scheint den anderen wahrzunehmen. Nach einer erfolgreichen Operation kehrt sie schon nach wenigen Wochen nach Hause zurück. Doch schon bald plagen sie Träume, in denen sie mehr lebt als in ihrem realen Leben. Sie findet in den Alltag vor ihrer Operation nicht mehr zurück. Im Krankenhaus begibt sie sich auf die Suche nach dem Herzspezialisten, ihrem Lebensretter, der ihr Herz berührt hat.
"Herznovelle" ist ein Text über die große Sehnsucht nach einem Leben vor dem Tod.

 

RabinowichZur Autorin:
Julya Rabinowich wurde 1970 in St. Petersburg (damals Leningrad) in einer Künstlerfamilie geboren und emigrierte sieben Jahre später mit ihrer Familie nach Wien. Sie studierte von 1993 bis 1996 Dolmetsch an der Universität Wien und begann 1998 ein Studium an der Universität für Angewandte Kunst Wien mit Schwerpunkt Malerei und Philosophie, das sie 2006 mit dem Diplom abschloss und machte zusätzlich eine Psychotherapieausbildung. Seit 2006 arbeitet sie als Dolmetscherin in Psychotherapie-Sitzungen für das Wiener Integrationshaus und den Diakonie Flüchtlingsdienst. Neben den 7 Theaterstücken, die sie bisher schrieb und die zuletzt auf verschiedenen Wiener Bühnen uraufgeführt wurden, veröffentlichte sie in Anthologien und schrieb Essays und Berichte (u.a. für "Der Standard" und "Falter"). Für ihr Romandebüt "Spaltkopf" (2009) wurde sie mit dem Rauriser Literaturpreis für die beste Prosa-Erstveröffentlichung ausgezeichnet, 2011 erschien er in englischer Übersetzung. Julya Rabinovich lebt als freie Malerin, Schriftstellerin und Simultandolmetscherin mit ihrer Tochter in Wien.


Jänner | Februar 2016

Alles Licht das wir nicht sehenAlles Licht, das wir nicht sehen
von Anthony Doerr

528 Seiten

In seinem Roman erzählt Anthony Doerr kenntnisreich und in einer wunderschönen Sprache, kunstvoll miteinander verwoben, die Geschichte zweier Jugendlicher im Zweiten Weltkrieg: Der blinden Marie-Laure, die mit ihrem Vater aus dem besetzten Paris nach Saint-Malo flieht, und des jungen Waisen Werner, der in der Wehrmacht eingesetzt wird. Unaufhaltsam treibt die Geschichte sie aufeinander zu, spannend, labyrinthisch und atemlos.

 

Doerr
Zum Autor:
Anthony Doerr wuchs in Cleveland auf und machte 1995 seinen Abschluss in Geschichte am Bowdoin College in Brunswick. Er erhielt einen M.F.A.-Titel von der Bowling Green State University. Anthony Doerr hat bisher zwei Erzählbände, einen autobiografischen Bericht sowie zwei Romane veröffentlicht. Sein Roman „Alles Licht, das wir nicht sehen“ war 2014 unter den Finalisten für den National Book Award und stand auf Platz eins der New York Times Bestsellerliste. Bereits vor diesem Buch wurde Anthony Doerr mit dem Barnes & Noble Discover Prize, dem Rome Prize, sowie 2003 dem Young Lions Fiction Award der New York Public Library und 2010 dem The Story Prize ausgezeichnet.